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Süddeutsche U16 Meisterschaften in Koblenz - Erdinger Leichtathletik Nachwuchs mit Bestleistungen und einer Silbermedaille

Während ihre Freundinnen alle in die Ferien abgedüst sind, nutzten eine Handvoll trainingsfleißige Erdinger Leichtathleten die Pfingstferien um sich optimal auf die Süddeutschen U16 Meisterschaften am letzten Ferienwochenende vorzubereiten. Hier sollten erste Erfahrungen bei großen Meisterschaften gesammelt werden, einen Callroom z.B. gibt es nur bei so großen Meisterschaften. Auch das die Betreuer nur von der Tribüne aus coachen dürfen, das war für den Erdinger Nachwuchs eine ganz neue Erfahrung. Die beiden Erdinger Trainer Alex Bauer und Christian Weber hatten sich sogar extra einen Tag Urlaub genommen um mit ihren Sportlern am Freitag anzureisen. Dass das eine gute Entscheidung war, merkte man sehr schnell… alle paar Meter war eine Baustelle und so brauchte das 9-köpfige Team für die 520km bis Koblenz gute 6 Stunden. Im Stadion Oberwerth angekommen wurde sich erstmal mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht, in der CGM Arena die Startunterlagen abgeholt und …ganz wichtig…zum ersten Mal auch für jede Disziplin in der man starten möchte…eine Stellplatzkarte abgegeben. Jeder Sportler bekam anschließend ein Bändchen ums Handgelenk, nur mit diesem Bändchen durfte man an den beiden Wettkampftagen überhaupt ins Stadion zu seiner Wettkampfstätte. Samstag um 11:00 Uhr begann dann das große Abenteuer. Einen unglücklichen Start hatte Erik Pfisterer im Hochsprung der M14, die Latte wollte bei der Anfangshöhe von 1,55m nicht liegen bleiben. Anschließend zeigte Lilli Weber im Speerwurf W14 - unbeeindruckt von der starken Konkurrenz - eine tolle Serie von Würfen. Ihr 500g Speer segelte auf 31,84m womit die junge Sportlerin mit Platz 5. nur knapp an einem Podestplatz vorbeirutschte. Der folgende Stabhochsprung der W14 entwickelte sich zu einer langwierigen Sache: Durch Zeitverzögerung des Veranstalters dauerte das Einwärmen + 2x für den Callroom vorbereiten schon zwei Stunden…. dann folgten 45min Einspringen für die 17 Teilnehmerinnen…in der Folge wurde es aber eines der besten Wettkämpfe für die Erdinger. In dem nochmals rund 2 Stunden dauernden Wettkampf gab es eine Bestleistung nach der anderen, jedes Bundesland hatte starke Teilnehmer. In dem kräftezehrenden Wettkampf zeigte Lilly tadellose Sprünge über ihre Anfangshöhe von 2,90m sowie 3,05m. Über die 3,15m schraubten sich mit Lilly noch zwei weitere Mädels, Lilly hatte aber weniger Fehlversuche. Für die TSV Athletin bedeutete das ihre erste Silbermedaille bei Süddeutschen Meisterschaften. Respekt! Sie musste sich nur Genova Mia von der LAZ Zweibrücken mit übersprungenen 3,25m beugen. Die zweite Erdinger Stab-Springerin Lilli Weber schraubte sich über ihre neue Bestleistung von 2,75m und erreichte in einer superstarken Konkurrenz einen tollen 7. Platz. In der Zwischenzeit war Emily Kynast (W15) heiß auf ihren 300m Hürdenlauf. Mega aufgeregt wartete Emily auf ihren Zeitlauf. In Lauf 3 sprintete Emily gekonnt über die 76,2cm hohen Hindernisse. Die Uhr blieb bei 49,24sec stehen, das war nicht ganz ihre Bestzeit, aber mit Platz 12 kann sie stolz sein. Die letzte Disziplin des ersten Tages war der Staffellauf in der Besetzung:  Lilli Weber, Lilly Samanski, Emily Kynast und Valentina Sailer. Nachdem der Stabhoch aber so lange gedauert hat, war es für das Erdinger Team unmöglich sich noch darauf vorzubereiten. Für die zwei Lilli(y)s gab es keinen Callroom. Sie gingen gleich auf Position, kurzerhand musste sogar ein Strohhalm als Markierung herhalten. Die Vier zeigten trotzdem super Wechsel und liefen in 53,00sec ins Ziel. Das reichte leider für keinen Podestplatz aber für Vier stolze Mädels. Nach 10 Stunden unter großer Hitze auf dem Sportplatz waren nun alle froh ins Hotel zu kommen. Am Zweiten Tag gab es noch Bestzeiten im 100m Sprint: in der M14 mit Erik Pfisterer (12,75sec) und in der W15 mit Emily Kynast. Nach einer Verwarnung bei ihrem ersten Start blieb die Emily im Startblock „sitzen“. Trotzdem gelang ihr mit 13,36sec eine neue Bestzeit. Lilli Weber zeigt anschließend im Diskuswurf der W14 was sie schon gelernt hat und ließ die 1kg Scheibe fliegen.  Mit 25,37m aus dem dritten Durchgang landete die TSV Athletin auf einem guten 7. Platz und freute sich über ihre Dritte Urkunde. Lilly Samanski stellte sich nochmals im Hochsprung der Konkurrenz. Mit übersprungenen 1,50m holte sich mit noch zwei Sportlerinnen aus Württemberg höhengleich einen geteilten Siebten Platz.

Müde, aber stolz, erfolgreich und reich an Erfahrung kamen die Herzogstädter am späten Sonntagabend von ihrer 3-Tägigen Reise in die große Welt der Leichtathletik zurück nach Erding.

 

CW

Datum 01.07.2019
Abteilung Leichtathletik
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